Startseite
    Gedankenwirrwarr
    Texte/Geschichten
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Freunde
    xlovelysweetheartx
   
    save-the-world

   
    loki2015

    un.verbesserlich
   
    xmy-lifex

   
    lifeblog13

   
    sphaere

    - mehr Freunde

Letztes Feedback
   30.11.16 09:25
    Ich wünsche mir auch sch
   30.11.16 10:16
    Von welchem Glück reden
   6.12.16 10:44
    In dem Buch das ich aktu
   23.05.17 07:01
    7LOud4 zreywxslwfld, [u
   14.07.17 18:03
    We sell the sale of iPho
   26.07.17 04:27
    Hot sale! E-gift card am


http://myblog.de/nebelgestalt

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Es tut körperlich und seelisch weh. Ich vermisse dich.

Was waren meine letzten Worte an dich?
Meine letzte Gestik, meine letzte Mimik die du von mir abgespeichert hast?


Ich wünschte das Letzte dass du von mir wahrgenommen hättest wäre gewesen, dass ich dir gesagt hätte, wie wichtig du mir bist. Aber das ist nicht der Fall. Denn man weiß nie, wann man sich ein letztes Mal sieht und man denkt nicht daran, dass es jeden Moment vorbei sein kann. Denn letztendlich verschließt man die Augen vor der Tatsache, dass innerhalb einer Sekunde alles vorbei sein kann, dass der Tod immer Bestandteil unseres Lebens ist.

Ich wollte nie so ein Mensch sein, der sich im Nachhinein ärgert, weil er seine Großeltern schon zu lange nicht mehr gesehen hat und sich dann den Kopf zerbricht, wenn es schon zu spät ist. Leider ist genau das jetzt eingetreten.
Ich habe dich das letzte Mal vor einem Monat besucht, als du im Krankenhaus warst, was du leider öfters warst. Doch es ging immer wieder bergauf. Dann musstest du kurzzeitig ins Heim, ich konnte da nicht hin. Es tut mir leid, aber Altenheime machen mir solche Angst und der Gedanken dass mein Opa dort ist, machte mir noch viel mehr Angst.
Dann musstest du wieder ins Krankenhaus - Isolierzimmer. Wieder kam ich nicht. Mir ging es nicht so gut und meine Schwester meinte du siehst wirklich nicht gut aus.
Doch es ging wieder bergauf, du solltest wieder in Kurzzeitpflege, in ein neues Altenheim, bis zu Hause alles für dich hergerichtet ist. Ich hatte mir fest vorgenommen dich am Wochenende zu besuchen, trotz der Tatsache dass Altenheime mir Angst machen.
Leider hast du völlig überraschend aufgehört zu kämpfen.
Wir kamen zu spät, du bist wenige Minuten bevor ich dich noch Mal sehen konnte gestorben. Einfach so, wusch und weg.
Ich weiß, ein Monat ist okay. Ich meine ich habe dich öfter besucht, mehr mit dir gemacht als der andere Teil unserer Verwandtschaft. Aber Besuch war dir so wichtig und ich ärgere mich im Nachhinein so darüber, dir diesen Besuch nicht geschenkt zu haben.
Du sollst viel gejammert haben, dass du zu wenig besucht wirst und das tut mir in der Seele weh, wenn ich daran denke.

Dein Tod ist auch jetzt, eine Woche danach, immer noch unbegreiflich. Du hast immer davon gesprochen was du tun wirst, wenn du endlich wieder zu Hause bei deiner Frau bist. Das du dich auf die Katzen freust und gerne Mal wieder mit meinem Vater Honig kaufen willst.
Es ging dir einen Tag davor so viel besser, doch es war das letzte Hoch vor dem großen Tief.
Du fehlst mir, ein Jahr zu vor habe ich schon meinen anderen Opa verloren und jetzt bist du auch noch weg und ich habe noch nicht einmal diesen Verlust verarbeitet.
Manchmal wenn das Telefon klingelt denke ich das du es bist., dass du einfach ein paar Minuten telefonieren willst. Wie du es so gerne wolltest. Aber das Klingeln bist nicht du.

Wir hatten vielleicht nicht das innigste Verhältnis, aber du warst großer Bestandteil meiner Kindheit. Du hast mir beigebracht, wie man auf Gras pfeifen kann und ich weiß noch wie stolz ich auf mich war, als es endlich klappte.
In den letzten Jahren habe ich gemerkt wie du abgebaut hast und ich weiß, dass es für dich vielleicht ganz okay war jetzt zu gehen, bevor du noch mehr abbaust.
Aber der Gedanke dich nie mehr zu sehen, dich nie mehr am Telefon zu sprechen, dir nie mehr etwas zu erzählen, dich zu berühren oder auch nur deine Gegenwart zu spüren tut körperlich und seelisch weh.

Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich die zum Schluss hin nicht mehr besucht habe.
Ich hoffe ich habe nicht alles falsch gemacht und ich hoffe du bist mit einem Lächeln von hier gegangen, während deine Frau neben dir stand.
Ich vermisse dich.

1.5.16 13:52
 
Letzte Einträge: Wartemodus Leben. , Ich bin wieder da, Bist du glücklich?, Mein liebes eiskaltes Herz


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Loki2015 (11.5.16 06:16)
Es fällt mir sehr schwer etwas dazu zu sagen, dein Verlust tut mir sehr Leid. Dir selbst brauchst du keine Vorwürfe zu machen, da du wie du selbst sagst mehr getan hast als alle anderen. Mir selbst ist es ähnlich mit meinem Großvater ergangen, aber im Vergleich zu dir kann man mir wirklich berrechtigte Vorwürfe machen. Vieleicht hilft es dir der Gedanke das er sicher nicht gewollt hat das du unglücklich bist, und so lange du ihn nicht vergisst wird ein Teil von ihm immer weiter leben.


sphaere (11.5.16 21:02)
*stilles mitgefuehl*

wenn du magst, fuehle dich an der hand gehalten
oder umarmt...


Exhausted / Website (13.5.16 20:09)
Ich fühle ebenfalls mit dir mit.
Ich weiß nicht, ob das hilft - ich mag es auf gar keinen Fall schlimmer machen -, aber dadurch, dass ich mich in letzter Zeit so viel mit dem Tod und dem Sterben auseinandergesetzt habe, bin ich oft darauf gestoßen, dass vermutet wird, dass das Sterben viel mehr ein Prozess als ein Zustand ist und dass jemand, der gerade gestorben ist, in dem Moment noch viel mehr mitbekommt als wir ahnen. Das legen zumindest die ganzen Nahtoderlebnisse nahe, in denen Menschen noch viel in ihrem Umfeld mitbekommen haben, obwohl sie schon längst hirntot sein müssten (beispielsweise in vielen Fällen, in denen das Herz schon minutenlang nicht mehr geschlagen hat). Vielleicht irre ich mich da total, ich weiß es natürlich nicht. Ich finde nur, dass dieser Gedanke Hoffnung macht, weil es ebenso sein könnte, dass dein Opa, wenn du nur wenige Minuten zu spät warst, das sogar noch irgendwie mitbekommen hat.
Aber selbst wenn nicht: Wenn wir jemanden verlieren, haben wir meistens Angst, dass derjenige nicht wusste, wie sehr wie ihn geliebt haben und wir es ihm nicht oft genug gesagt haben. Dann beginnen wir zu bereuen. Aber andersrum: Ich denke an all die Menschen, von denen ich weiß, dass ich ihnen wichtig bin und ihnen viel bedeute. Manche davon sehe ich nur selten (was mich sicher auch manchmal ärgert) und die wenigsten sagen mir, dass ich ihnen viel bedeute, dennoch spüre ich das und bin mir dessen sicher. Manche von ihnen würden vielleicht auch bereuen, würde es mich plötzlich nicht mehr geben und sie hätten gar keinen Grund dazu.


In den wenigen Einträgen, die ich gerade von dir gelesen habe, liest sich viel Reue heraus, weil du dein Leben nicht so lebst, wie du es dir für dich selbst wünschen würdest. Ich hoffe, du findest die Kraft und den Mut, das zu ändern. Man kann sich eine positive Grundeinstellung auch erarbeiten.


Liebe Grüße
Exhausted

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung